Leiden-schafft
15 Februar , 2008
Ich schrecke auf.
Gehetzt. Gejagt. Erschöpft.
Chaos im Kopf. Die Gedanken wirbeln im Sog der Unmacht.
Angst keimt auf.
Ich blicke umher.
Gesichter, Schatten, tote Wesen,
dunkel ziehen sie einher.
Wo ist der Weg? Wo ist der Weg?
Krieg bahnt sich an.
Er steht hinter mir,
blickt auf mich herab.
Zorn funkelt glühend in seinen Augen.
Angst keimt auf.
Wo ist mein Ziel? Wo ist mein Ziel?
…
Lieblich kommt ein Duft herbei,
umspielt die Sinne,
tanzt erregt.
Der Geist berauscht im Dunst der Wonne,
Lust sich auf die Felder legt.
Wallend fällt ihr Haar herab,
tief hat Sie sich ins Herz gegraben.
Ein Schauer durch ihr Antlitz dringt,
ehrfürchtig mich zum Schweigen bringt.
Ich sehe Licht! Ich sehe Licht!
Reich, Göttin, du mir Hoffnung.
Dünne Fäden flehenden Sehnens streben mir entgegen,
doch Krieg die Axt zu schwingen mag,
und kappt das Heiland Paradies.
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