Ich schreie
26 Februar , 2008
Es fing morgens an.
Der Tag war depressiv und ich fühlte mich auch dementsprechend. Ich wusste, dass ich heute nicht mehr lachen werde und wenn es ein Lachen ist, dann nur ein gefälschtes Lachen.
Alles war grau in grau, die Wolken am Himmel schweiften am Leben vorbei, die Sonne hatte nicht eine Chance um durch zu kommen.
Ich versuchte es alles zu unterdrücken, aber ich denke an unendlich viele Dinge, die mich einfach wahnsinnig machen. Ich möchte doch nur einmal wieder lachen und einmal wieder richtig glücklich sein. Dies wird wohl nie mehr passieren! Diese Depressionen habe ich nun schon mehr als 4 Jahre und seitdem sieht alles in meiner Welt grau aus. Niemand hört mir richtig zu, kein Mensch möchte wirklich was mit mir zu tun haben. Ich liege Tag für Tag in meinem Bett, male mir meine eigene Traumwelt irgendwie zu Recht… und träume… und träume…
Diese Träume reißen mich noch viel mehr hinunter! Warum muss ich erst schreien, damit mir jemand zuhört?
Ich möchte endlich mal hinaus aus diesem Zimmer und aus dieser Welt!
Immer wenn ich nach Hause gehe, geht es mir schlecht… Alle sind habgierig und unverständlich …
Ich fühle mich nur bei einem Freund wohl…
Meine Lichter gehen aus und ich höre wieder Musik. Ich stelle mir wunderschöne Dinge vor, aber diese Traumgedanken werden niemals in Erfüllung gehen.
Ich stelle mir meinen eigenen Tot vor aber ich habe Angst zu sterben! Ich habe Angst davor alleine zu sein. Ich kann den Druck nicht mehr Stand halten und ich kann es nicht mehr ertragen, wie alle nur auf mir herum hacken und mich einfach fertig machen!
Ich möchte schreien, aber ich verstumme in der Menge.
Ich möchte zusammenbrechen und schreie um Hilfe, aber niemand hört mich schreien … … …
Meine Hilferufe verstummen in der Menge …
Jemand versucht mir zu helfen, aber meine Schreie kamen zu spät an.
Ich bin versunken in Depressionen und ziehe meine Mauern um mich herum immer höher, ziehe mich in meine eigene Welt zurück…
Kotze jeden Morgen, damit es mir besser geht …
Ich schreie!
Nicolai-Hendrik Heinze
Lasst mir Kunst
17 Februar , 2008
Wieder frage ich mich:
Was ist Kunst?
Gefunden habe ich meine eigene Definition. Gewiss nur eine unter all den klugen Vorstellungen, was man als musisch angehaucht bezeichnen kann …
Kunst - obwohl vom künstlichen kommend - umfasst viel mehr Spektren, als nur die der menschlich geschaffenen Ausdrücke. Fortan leben wir in den Tag und vergessen die Meisterschaft der Natur, den Elan des Windes und die Grazie der Kreaturen, die mit uns weilen.
Anmut und Schönheit, die getanzte Harmonie auf einem Ball, begleitet von der reinsten Sinfonie, die Mutter Natur uns zu widmen vermag.
Gleichklang und Einheit regieren die kühle Unverhohlenheit der zutiefst verschlungenen Essenz des Lebens. Ehrfurcht sollten wir dem Streben der Umwelt entgegenbringen, in Dankbarkeit an die Pracht des Existierenden, das es uns erlaubt, ihre Kostbarkeit für unsere Kunst zu entwenden.
Leiden-schafft
15 Februar , 2008
Ich schrecke auf.
Gehetzt. Gejagt. Erschöpft.
Chaos im Kopf. Die Gedanken wirbeln im Sog der Unmacht.
Angst keimt auf.
Ich blicke umher.
Gesichter, Schatten, tote Wesen,
dunkel ziehen sie einher.
Wo ist der Weg? Wo ist der Weg?
Krieg bahnt sich an.
Er steht hinter mir,
blickt auf mich herab.
Zorn funkelt glühend in seinen Augen.
Angst keimt auf.
Wo ist mein Ziel? Wo ist mein Ziel?
…
Lieblich kommt ein Duft herbei,
umspielt die Sinne,
tanzt erregt.
Der Geist berauscht im Dunst der Wonne,
Lust sich auf die Felder legt.
Wallend fällt ihr Haar herab,
tief hat Sie sich ins Herz gegraben.
Ein Schauer durch ihr Antlitz dringt,
ehrfürchtig mich zum Schweigen bringt.
Ich sehe Licht! Ich sehe Licht!
Reich, Göttin, du mir Hoffnung.
Dünne Fäden flehenden Sehnens streben mir entgegen,
doch Krieg die Axt zu schwingen mag,
und kappt das Heiland Paradies.
Angekommen
14 Februar , 2008
Ich bin angekommen.
wie Empfangen auf einer Etappe,
die sich zu lichten scheint. Wohin wird
mich die Reise führen? Welche Zweige werd’ ich wählen?
Wo bin ich?
Es strömt ein, auf mich ein,
die Gedanken rauschen in Feldern vorbei,
Schwermut mag mich zerdrücken,
Liebe durchfluten,
Hass verbittern.
Doch die Pforte ist verschlossen.
Die Geschichte vom selbstsüchtigen Gen, das sprechen lernte
10 Februar , 2008
Folgend ein paar Gedanken zu Richard Dawkins Theorie des selbstsüchtigen Gens.
Das Schreiben und die Gewandtheit mit dem Wort sind … - der Schlüssel zum Erfolg? Die Hingabe zum poetischen Gesalbe? Garant für Anerkennung?
Worin liegt der Sinn im gesagten Worte?
Der Primus Mensch, der oftmals schon ungeahnt überheblich als das „Wesen über Allem“ in das Herz der Erde gestoßen ist, grenzt sich durch die vielseitige und äußerst hoch entwickelte Art mit Seinesgleichen zu kommunizieren von den anderen Lebewesen dieses Planeten ab. Über jahrtausende der Evolution wurden unzählige Kreationen an Geschöpfen hervorgebracht, an deren Spitze sich ein Wesen heraus kristallisierte, das allen Hürden der Umwelt trotzte sollte.
Der Mensch.
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Gedanken
10 Februar , 2008
Geistiges Kanapee.
Intellektuelle Verarmung.
Mentale Demütigung.
Wo hat uns all der Fortschritt hingebracht? Dem einstigen Land der wissenschaftlichen Vorreiter und akademischen Denker?
Wir sind faul geworden. Faul, in unserer Pflicht, Vorgänge skeptisch zu betrachten. Diese Oberflächlichkeit färbt auf das Miteinander ab. So wie wir flüchtig in den Tag leben und die Schönheit der Details missachten, so prägt sich auch das Leben Seite an Seite mit Menschen, die uns begegnen. Kaum mehr nehmen wir uns die Zeit aufeinander einzugehen, gar anderen unsere Hilfe anzubieten. Wie viel Ernsthaftigkeit steckt schon gewöhnlich hinter einem fliehend entgegen geworfenen “Auf mich kannst du dich verlassen”?
Der stilvolle Weintrunk weicht dem stupiden Besäufnis. Tiefsinn der Inhaltslosigkeit. Anstatt einander zu entdecken, besitzen wir die Impertinenz zu glauben, einander zu kennen. Der illusorische Eindruck manifestiert sich mit jedem lapidaren Geschwätz, das uns unentwegt entgegen schlägt. Triviale Diskussionen rauben die Zeit für reflektierend gute Gespräche.
Was ist es, das uns die Essenz zum guten Gespräch stielt?
Zeitmangel?
Desinteresse?
Unfähigkeit?
gelesen bei schwindelFREI
Willkommen
5 Februar , 2008
Herzlich Willkommen,
all ihr Denker, Philosophen und Freigeister. Willkommen auf Hinterstübchen, eurem Forum für gute Gespräche und tiefgehenden Gedankengängen. Für all jene, die sich an der Schönheit des gesagten Wortes erfreuen und die Kunst der Sprache lieben.
Hier könnt ihr philosophieren und nach Antworten suchen, uns eure Gedanken mitteilen und Gefühle zeigen.
Nur zu, du bist herzlich Willkommen.